Großbritannien/USA

Eine Ivy League für England

Terence Kealey, Rektor der englischen University of Buckingham, möchte das britische Universitäten mehr Freiraum erhalten um mit der amerikanischen Ivy League (Harvard, Princeton, Yale, Columbia, Brown, Dartmouth, Pennsylvania, Cornell) und vergleichbaren Universitäten (z.B. Stanford, MIT) konkurrieren zu können. Seiner Ansicht nach zeigen die internationalen Rankings, dass sich das Modell dieser administrativ wie finanziell unabhängigen Universitäten am besten für Spitzenleistungen eignet. Kealey argumentiert, dass privates Geld eine wichtige Rolle spielt, weil öffentliche Geldgeber immer nur das absolute Minimum zur Verfügung stellen, während Studenten und ihre Eltern bereit sind mehr zu zahlen und private Wohltäter beträchtliche Summen spenden. Wettbewerb ist ein weiterer gewichtiger Grund, findet der Rektor, und zwar um Forschungsgelder, um die sich staatliche Universitäten nicht so bemühen müssen wie private, und untereinander. Letzteres macht seiner Ansicht nach auch staatliche amerikanische Universitäten besser, die in der Zwischenzeit ähnliche Finanzierungsmodelle einsetzen wie die privaten Institutionen. Als weiteren Grund für den Erfolg der amerikanischen Spitzeninstitute sieht Kealey die akademisch Freiheit, die seiner Meinung nach mit der finanziellen Unabhängigkeit kommt. Er möchte, dass britische Universitäten von Limitierungen bezüglich Anzahl der Studierenden, Höhe der Studiengebühren und die damit verbundenen Zugangsregelungen des Office for Fair Access aufgehoben werden. In England und Wales dürfen Universitäten seit vergangenem Jahr zwar bis £9.000 (€11.000) pro Jahr in Studiengebühren von Untergraduierten verlangen, müssen im Gegenzug aber nachweisen, dass sie den Zugang zu ihrer Universität für bildungsferne Schichten verbessern. Ein Stipendiensystem, dass in einem Bericht der OECD als eines der besten Welt eingestuft wurde, soll dennoch keinen Studenten davon abhalten in England zu studieren. In Schottland sind Universitäten nach wie vor fast frei von Studiengebühr für Untergraduierte.

Quelle: Times Higher Education

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