USA

Debatte um Zulässigkeit von ethnischer Herkunft als Zulassungskriterium an Universitäten

Die aktuelle Gerichtsverhandlung am Obersten Gerichtshof der USA, welcher entscheiden muss, ob Universitäten den ethnischen Hintergrund von Bewerbern in ihrer Entscheidung berücksichtigen dürfen, hat eine Debatte an Universitäten ausgelöst, die dieses Prinzip anwenden. Das in den USA als „affirmative action“ bekannte Prinzip, nachdem Bewerber einer benachteiligten Minderheit, z.B. afro-amerikanischer Herkunft, eine gewisse Bevorzugung erfahren um die demographische Vielfältigkeit des Landes auch an den Universitäten abzubilden, ist umstritten. Vor allem die stark von weißen Studenten geprägten Eliteeinrichtungen wenden dieses Prinzip an. Diese Universitäten haben aus zwei Gründen viele weiße Studenten. Einerseits sind aufgrund der ungleichen sozialen Verteilung in den USA viele Bewerber, die von den besten Schulen kommen weiß. Darüber hinaus haben oft Generationen von Studenten aus einer Familie an derselben Eliteuniversität studiert. Diese als „legacy applicants“ bekannten Studienbewerber werden oft bevorzugt. Mehrere Bundesstaaten, darunter Kalifornien, haben die Berücksichtigung von ethnischem Hintergrund im Bewerbungsverfahren an öffentlichen Hochschulen verboten. Für Bewerber aus Deutschland, Österreich oder Schweiz ist das Interesse an Diversität an amerikanischen Universitäten, welches generell gegeben ist, ein Vorteil, da nur wenige Bewerber aus diesen Ländern stammen.
Quelle: Washington Post

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